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Robustpferde richtig füttern

Aktualisiert (Freitag, den 10. September 2010 um 14:03 Uhr)

Zu den Robustpferden zählt man überwiegend nordische Rassen wie Isländer, Fjord-Pferde, Shetlandponys und Haflinger.

Kennzeichen / Ursachen:
Diese Pferde zeichnen sich durch ihre Leichtfuttrigkeit aus. Sie sind  extrem gute Futterverwerter. In Ihrem Herkunftsland, dem Norden, sind sie an karge Futterverhältnisse gewöhnt und verdauen das wenige Futter sehr effizient. In Mitteleuropa ist das Futterangebot nahrhaft und ausreichend, deshalb werden solche Rassen häufig überfüttert. Sie kennen keine Getreide- und Silagefütterung.
Am Beispiel des Islandpferdes kann man sehen, dass eine zu gut gemeinte Robusthaltung auf satten Weiden mit zusätzlicher Getreide oder Silagefütterung häufig zu Problemen der Gesundheit führt. Es kommt zu Hauterkrankungen (Juckreiz, Aufscheuern, Sommerekzem), Erkrankungen der Hufe (brüchiges Horn, langsames Hufwachstum, Fäule) und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen (Bronchitis, Dämpfigkeit). Die damit auftretenden Probleme können Verfettung, Hufrehe, Neigung zu Allergien und Sommerekzem sein.

 

robustpferd

 

Fütterungs- und Haltungs-Tipps:
- Durch die effiziente Futterverwertung haben Robustpferde im Vergleich zu Warmblütern einen um 10% geringeren Energiebedarf.
- Robustpferde benötigen nahezu kein Kraftfutter, lediglich wenn sie viel arbeiten, sollte zugefüttert werden.
- Um eine ausreichende Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien zu gewährleisten müssen diese der Futterration zugegeben werden.
- Die Menge an Gesamteiweiß in der Futterration sollte knapp gehalten werden. Einen erhöhten Eiweißbedarf benötigen nur Jungpferde, tragende Stuten oder Pferde, die Muskulatur aufbauen sollen.

Fütterungsempfehlung:

Beispiel- Ration für einen Isländer (Import) 300 kg, leichte Arbeit:

4 kg Heu
1 kg Stroh
3 Stk. ISI BIGS
20 g KNOPELLS (v. a. Sommermonate)