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Natrium und Chlorid
Aktualisiert (Donnerstag, den 19. August 2010 um 10:17 Uhr)
Die Mineralien Natrium (Na) und Chlor (Cl) regeln insbesondere den Säuren/Basen- sowie den Wasserhaushalt.
Selbst im Erhaltungsstoffwechsel bleibt die Na-Versorgung oft ungenügend, da viele Grundfutter wie Heu oder Hafer wenig Natrium enthalten. Zwar ist die Cl-Versorgung etwas günstiger, aber schon bei leichter Arbeit treten bei Reitpferden erhebliche Na- und Cl-Defizite auf. Aufgrund der hohen Abgaben über den Schweiß steigt der Bedarf bei schwerer Arbeit bei Na auf rund das Sechsfache (!), bei Cl auf das Dreifache an. Zum Vergleich: der Calcium-Phosphor Bedarf steigt nur unwesentlich bzw. gar nicht. Folgende Werte müssen für ein Pferd mit 600 kg Lebendmasse (LM) beachtet werden:
| Erhaltung | Arbeit leicht | mittel | schwer |
| Na 12 g | 32 g | 47 g | 74 g |
| Cl 48 g | 80 g | 103 g | 148 g |
Um einem Na/Cl-Mangel vorzubeugen, sollte deshalb den Pferden ein Leckstein oder Leckmasse immer zur freien Verfügung stehen. Bei höheren Schweißverlusten bzw. intensiverer Arbeit sollte dem Futter loses Salz (Futtersalz) in entsprechender Menge beigefügt werden.




