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Haut - Teil I
Aktualisiert (Dienstag, den 14. September 2010 um 07:40 Uhr)
Barriere gegen Keime, Bakterien und Parasiten
Das größte Organ des Pferdes, die Haut, ist durchschnittlich gerade einmal 3,8 mm dick. An Rücken, Stirn und Nacken ist sie bis zu 6 mm dick, im Leistenbereich und in den Achseln am dünnsten. Die oberste Schicht - die Oberhaut - bilden die Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen. Diese sind in die darunter liegende Lederhaut eingebettet. Die dickste Schicht, das Unterhautgewebe, ist im Wesentlichen ein Speicherorgan und besteht hauptsächlich aus Fettzellen. Zusammen mit dem Haarkleid bildet die Haut eine Barriere gegen Keime, Bakterien und Parasiten, schützt vor mechanischen Verletzungen und schirmt das Pferd gegen Sonne und Regen ab.
Die Oberhaut besteht aus verhornten Zellen sowie einer Emulsion aus Talg und Schweiß. In den Zwischenräumen dieser Zellschicht tummelt sich eine Vielzahl von Kleinstlebewesen - erwünschten, wohlgemerkt. Rund zwölf Bakterien- und etwa 31 Pilzarten leben auf der Haut und im Fell eines gesunden Pferdes. Wehe, das sensible Gleichgewicht dieser Mikroflora ist gestört. Schädliche Bakterien und Pilze können sich ausbreiten und zu Erkrankungen der Haut führen.
Arme Haut!
Nicht nur, dass die Haut mit Schmutz und Staub, steigenden Umweltbelastungen und aggressiver Sonneneinstrahlung fertig werden muss, auch von innen nach außen wandern viele Abfall- und Schadstoffe. Kein Wunder, dass Hauterkrankungen - speziell allergische Hautreaktionen und Ekzeme - auf dem Vormarsch sind. Die Behandlung kann allerdings schwierig und oft langwierig sein.
Dabei kann die richtige Wahl des Futters sicherlich keine Wunder wirken, aber das Immunsystem des Pferdes kräftigen und so eine Therapie erfolgreich unterstützen. Nicht immer einfach gestaltet sich dabei die Auswahl des passenden Zusatzfutters. Während beim einen Pferd beispielsweise Stoffwechsel fördernde Kräuter-Zubereitungen gut anschlagen, reagieren andere Pferde positiv auf ein Kieselgur-Produkt.
Allerdings: was dem einen Pferd hilft bzw. Linderung verschafft, muss beim anderen Pferd noch lange nicht anschlagen. Das Allheilmittel - natürlich ohne Nebenwirkungen - ist leider bis heute nicht gefunden worden.






