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Kreuzverschlag
Aktualisiert (Freitag, den 15. Oktober 2010 um 11:58 Uhr)
Erste Hilfe bei Kreuzverschlag - Tying up
Wird auch Myoglobinämie, Lumbago, Rhabdomyolyse oder Feiertagskrankheit genannt. Tying up ist eine leichtere Form des Kreuzverschlags.
Beim Kreuzverschlag handelt es sich um eine Stoffwechselentgleichsung. Sie zeigt sich nach stärkerer, körperlicher Belastung nach mehrtägigen Ruheperioden in der die Kraftfuttermenge nicht reduziert wurde. Die Kohlenhydrate aus dem Getreide werden zu Glykogen in Muskeln und Organen gespeichert. Bei erneuter Belastung werden die Glykogenreserven vermehrt aus der Muskulatur freigesetzt. Als Nebenprodukt des Glykogenabbaus entsteht in großen Mengen Milchsäure. Die Säure kann nicht schnell genug abtransportiert werden und schädigt die Muskelfasern. Der Muskelfarbstoff Myoglobin wird aus den geschädigten Muskelfasern gelöst und verursacht den für Kreuzverschlag typischen bräunlichen Urin.
Schon nach kurzer körperlicher Belastung schwitzen die Pferde stark, überhitzen und wollen sich nicht bewegen. Die Rücken- und Kruppenmuskulatur verhärtet sich und ist schmerzhaft. Wird die körperliche Belastung nicht sofort eingestellt, dann besteht die Gefahr, dass das Pferd zusammenbricht und nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen kann.
Bei Tying-up gehen die Pferde klamm und steif und schwitzen vermehrt. Ist die Krankheit fortgeschritten, zeigt sich die Steifheit ausgeprägter, mit stärkeren Schmerzen, Muskelzittern und Schweißausbrüchen. Im Gegensatz zum Kreuzverschlag tritt Tying-up auch nach körperlicher Belastung auf.
Häufige Fehler
Weiterreiten! Läuft ihr Pferd nach einer Pause widerwillig und ist die Muskulatur bretthart, stoppen Sie die Arbeit!
Was zu tun ist



