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Beine

Aktualisiert (Donnerstag, den 21. Oktober 2010 um 10:04 Uhr)

Arme Beine!

Arme Beine! Nicht nur, dass sie das ganze Gewicht tragen müssen, sie sind auch das anfälligste Gesundheitsgut des Pferdes. Von Lahmheiten und Bewegungsstörungen hauptsächlich betroffen sind die Vorderglied­maßen, auf denen 55 Prozent des Gesamt­gewichtes lastet. Hier wiederum sind die Zehen besonders empfindlich.

Als Lahmheit bezeichnet man Störungen einer einzelnen Extremität,
unter Bewegungsstörungen versteht man die gleichmäßige Störung an einem Beinpaar.
Hat das Pferd eine Sehnenzerrung, geht es an einem Vorderbein lahm,
erkrankt es dagegen an Hufrehe, zeigt es Bewegungsstörungen an beiden Vorderhufen.

Meist führen falsche Belastung, Überlastung oder Haltungsfehler zu (chronischen) Erkrankungen der Pferdebeine. Aber auch Fehler in der Fütterung wie zu kohlenhydratreiche Futtermittel oder plötzliche Futterwechsel (z.B. im Frühjahr) können beispielsweise die gefürchtete Hufrehe auslösen. Zu den wirksamsten Vorbeuge­maßnahmen zählt eine möglichst exakte Rationsberechnung, besonders die leistungsgerechte Kraftfutterzuteilung.

Als "Hufrolle" wird die funktionelle Einheit des Strahlbeins, des Hufrollenschleimbeutels und des Abschnitts der tiefen Beugesehne bezeichnet. An dieser empfindlichen Stelle gibt das Strahlbein der tiefen Beugesehne eine andere Richtung in ihrem Verlauf zum Hufbein. Der Schleimbeutel dient als Polster für die über das Strahlbein gleitende Sehne.
Als typische Abnutzungserscheinung besonders gefürchtet: die Hufrollenentzündung.